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Fremdgegendruck: Der eingestellte Ansprechdruck ist
werksseitig als Überdruck [bar g bzw. psig] bezogen
auf den Umgebungsdruck eingestellt und angegeben.
Die Funktion des Sicherheitsventils ist nur bis zu einem
Gesamt-Gegendruck von 15% des Ansprechdrucks
gegeben. Darüber sind nach Absprache mit NI-
Armaturen Einzel-Leistungsnachweise möglich.
Konstanter Fremdgegendruck kann durch
Verringerung des Einstelldrucks berücksichtigt
werden. Der zugrunde gelegte Gegendruck darf dann
allerdings nicht überschritten werden, da sich dadurch
der Ansprechdruck erhöht. Die Ausblasleitung
ist entsprechend dem maximalen Gegendruck
auszulegen. Für variablen Fremdgegendruck sind NI-
Sicherheitsventile nicht geeignet.
5.4 Temperatur
Es gelten die in Abschnitt 3.1 für die verschiedenen
Werkstoffausführungen angegebenen Einsatzgrenzen
in Zusammenhang mit DIN 2401 Bl. 2, die in Tabelle 1
auf Seite 15 dieser Betriebsanleitung abgedruckt ist.
Umgebungstemperatur: Die jeweilige
Umgebungstemperatur muss bei der Auslegung und
Werkstoffauswahl für das Sicherheitsventil beachtet
werden.
Feder: Es ist möglich, bei der Berechnung der Feder
erhöhte Temperaturen durch einen Korrekturfaktor
zu berücksichtigen. Dies ist aber erst bei > 200°C
nötig. Eine Kühlung der Federhaube ist auf Anfrage
möglich. Auf Anfrage werden außerdem Federn aus
hochwarmfesten Werkstoffen eingesetzt.
5.5 Leitungen
Allgemeines: Die Anschlussleitungen sind auf die
maximal auftretenden Drücke und die entsprechenden
Temperaturen auszulegen.
Zuleitung: Die Druckverluste in der Zuleitung dürfen
3% des Ansprechdrucks nicht überschreiten. Sie ist
daher möglichst kurz zu halten und strömungsgünstig
zu verlegen. Ihr Querschnitt darf nicht kleiner als der
engste Strömungsquerschnitt des Sicherheitsventils
sein.
Ausblaseleitung: Die Ausblaseleitung erzeugt
beim Abblasen einen Eigengegendruck. Dieser ist
Bestandteil des Gesamtgegendrucks und reduziert
damit den zulässigen Fremdgegendruck. Die
Ausblaseleitung ist daher möglichst kurz zu halten
und strömungsgünstig zu verlegen. Ihr Querschnitt
sollte mindestens dem Austrittsquerschnitt des
Sicherheitsventils entsprechen. Außerdem sollte
sie nicht gegenüber von Abzweigungen münden,
da hierdurch die Funktion des Sicherheitsventils
beeinträchtigt wird. Es ist durch geeignete
Einrichtungen zu verhindern, dass Fremdkörper
oder Regenwasser in die Ausblaseleitung eindringen
können. Die Ausblaseleitungen müssen gefahrlos
ausmünden, Gefährdungen durch austretendes Fluid
sind durch geeignete Maßnahmen zu verhindern.
Foreign counter pressure: The set reaction pressure
has been adjusted in the plant and stated as over-
pressure [bar g or psig respectively], with relation
to the ambient pressure. The function of the safety
valve is given only up to a total counter pressure of
15% of the reaction pressure. Beyond that, individual
performance proofs are possible, after agreement with
NI-Armaturen.A constant foreign counter-pressure can
be taken into account by reducing the set pressure. The
basic counter-pressure is, however, then not permitted
to be exceeded because in such a case the reaction
pressure would be increased as a consequence.
The blowout tube is to be designed according to the
maximum counter-pressure. NI Safety Valves are not
suitable for variable foreign counter-pressure.
5.4 Temperature
The utilization limits, stated in Section 3.1 for the
various designs with different materials, in connection
with DIN 2401 Sheet 2, printed in Table 1 on page 15
of this Manual, are applicable.
Ambient temperature: The respective ambient
temperature must be taken into consideration for the
design and the selection of the materials to be used for
the safety valve.
Spring: It is possible to take increased temperatures
during the calculation of the spring through a correction
factor. This is necessary, however, only upwards of
>200°C.Acooling effect of the spring bonnet is possible
on request. In addition, springs made of highly heat
resistant materials can be used on request.
5.5 Tubes
General: The connection tubes are to be designed
to the maximum pressure rates occurring and the
corresponding temperatures.
Feed-in tube: The pressure losses in the feed-in tubes
are not permitted to exceed 3% of the set pressure.
The tubes are, consequently, to be made as short
as possible and to be designed in a position that is
IDYRXUDEOH IRU WKH ÀRZ 7KHLU FURVV VHFWLRQ LV QRW
DOORZHG WR EH VPDOOHU WKDQ WKH QDUURZHVW ÀRZ FURVV
section of the safety valve.
Blowing-out tube: The blowing-out tube produces in
the course of blowing out a counter pressure. Being
part of the total counter pressure, it will reduce the
permissible foreign counter pressure. The blowing-out
tube is, consequently, to be made as short as possible
and to be designed in a position that is favourable for
WKH ÀRZ7KH FURVV VHFWLRQ VKRXOG EH HTXDO DW OHDVW
as the feed-out cross section of the safety valve.
Furthermore, it should not discharge opposite to
branches because this will impair the function of the
safety valve. Precautions must be taken by means of
suitable devices to ensure that foreign bodies or rain
water cannot penetrate into the blowing-out tube. The
discharging of the blowing out tubes must present
D ULVN 5LVNV FDXVHG E\ HPHUJLQJ ÀXLG DUH WR EH
prevented by suitable measures.