
1) Zufällige Anforderung, d. h. nach kurzzeitigem Öffnen irgend eines Warmwasser-Ventils im Haus:
Trotz inzwischen wieder geschlossenen Ventils steht nach kurzer Zeit warmes Wasser bereit. Je nach
Rohrinstallation und Förderleistung der Pumpe kann die unvermeidliche Wartezeit mehrere Minuten
betragen.
2) Vorausschauende Zirkulation: Werden regelmäßige tägliche Verbrauchsgewohnheiten erkannt, so
startet CIRCON vorausschauend, so dass keine unnötigen Wartezeiten mehr auftreten. CIRCON
„lernt“ also ständig mit und gleicht die vorausschauenden Laufzeiten ständig mit tatsächlichen Zapf-
zeiten ab. Entfallen bestimmte Gewohnheiten, so werden diese selbstverständlich auch wieder ver-
lernt.
Um Zapfvorgänge im Haus sicher erfassen zu können, werden kleinste Temperaturänderungen an der
Steigleitung ausgewertet, wofür dort ein Temperaturfühler sorgfältig angebracht werden muss.
Damit die Laufzeit der Pumpe auf ein Minimum zur ausreichenden Versorgung aller Zapfstellen be-
schränkt werden kann, wird die Zirkulationsleitung mit einem weiteren Temperaturfühler überwacht.
Mit Hilfe eines seitlich am Gerät befindlichen Einstellschlitzes (Fig. 1, Pos. 3) für Schraubendreher haben
Sie die Möglichkeit, den Kompromiss zwischen höchstem Spareffekt und bestem Komfort selbst zu
bestimmen: In Mittelstellung (Lieferzustand, s. Richtungspfeil) sind beide im ausgewogenen Verhältnis.
Je mehr nach rechts verstellt wird (roter Bereich, Pos. 3b), desto mehr überwiegt der Komfort, das heißt,
auch seltener beobachtete Gewohnheiten werden schneller gelernt und bleiben länger ohne Auffrischung
gültig. Dies führt auch dazu, dass sich für Tageszeiten mit gelegentlichen, zeitlich verteilten, Warmwasser-
Anforderungen – etwa während täglicher Hauswirtschafts-Zeiten – ein verteiltes, scheinbar zufälliges Ein-
und Ausschalten der Pumpe ergibt, so dass eine mittlere Temperatur gehalten wird. Bei Verstellung nach
links (blauer Bereich, Pos. 3a) überwiegt zunehmend der Spareffekt, d. h. es werden nur regelmäßig
wiederkehrende, stärker zeitgebundene, Gewohnheiten gelernt. Weichen die Gewohnheiten an Wochen-
enden deutlich ab, so wird dies vom Gerät automatisch erkannt. In diesen Zeiten werden dann falsch
vorhergesehene Pumpenläufe verhindert. Bei längerer Abwesenheit, z.B. Urlaub, werden spätestens nach
18 Stunden alle vorausschauenden Pumpenläufe so lange unterbunden, bis wieder eine Warmwasser-
entnahme stattfindet. Sofort ist dann der gelernte Gewohnheiten-Rhythmus wieder aktiv.
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